Simones Wolllust

Ich schon wieder

Zeigen kann ich gerade nichts außer meinen gerauften Haaren. Letzte Woche habe ich mich beim exzessiven nächtlichen Surfen spontan verliebt "Not a drop"  von http://arlenes-lace.mydesignblog.de/

war das Ziel meiner heimlichen Sehnsüchte. Ich hab es nicht wirklich mit Lace, aber das fand ich herzallerliebst  mit Blättern und so und stricktechnisch sehr interessant. So interessant, dass ich 2.30 Uhr dringend ausprobieren musste, wie das geht. Der Drucker spuckte die ersten beiden Blätter aus und dann nix mehr. DAS GEHT DOCH NICHT! Ähm, ich gebe zu, ich hab ihn geweckt, um das leere Fach zu befüllen und wie hypnotisiert legte ich los - bis Reihe 9, heute bis Reihe 16 und danach ist mir irgendein blöder Fehler unterlaufen, nachdem! ich den schwierigsten Teil hinter mich gebracht hatte- bahbahbah!!

Vielleicht morgen wieder?

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Fast schon macht es mich unruhig

wie oft ich im Moment hier schreibe. Wird Zeit wieder einer geregelten Arbeiten nachzugehen. Die Weichen sind gestellt.

Meinen geduldigen Mann habe ich heute zu einer Vorbereitungsstunde überreden können. Alles, was in der Kunst irgendwie mit Mathematik zu tun hat, scheue ich ja wie der Teufel das Weihwasser. Trotzdem faszinieren mich manchen Sachen mit zunehmenden *hüstel* Alter- beispielsweise gotische Kathedralen. Absolut unvorstellbar, wie sie überhaupt stehen bleiben und bis ins kleinste Detail von der Genialität ihrer Erbauer zeugen. Meine Genialität ist arg beschränkt- ich wollte gerne ein gotisches Fenster konstruieren und mit zwei weißen Papieren unterschiedlicher Qualität arbeiten (dicker und  dünner) und die dann an Fenstern befestigen, auf das die Sonne (welche?) durchscheine.

Die gotischen Baumeister haben das Maßwerk, also die steinernen Verzierungen an den Kathedralen mit Zirkelschlägen konstruiert. Dabei richten sich die Proportionen nach einem Grundmaß - dem Kämpfer, bzw. der Fensterbreite. Vorbilder gibt es zuhauf; das Problem ist die Konstruktion, die i c h und danach Siebtklässler begreifen sollen.

Der Mann versuchte sich dem Ganzen logisch konstruierend zu nähern und ich - naja nett umschrieben empirisch. Wir haben fröhlich um die Wette geflucht und gemeinsam haben wir sogar eine Variante, die ich als tauglich erachte, gefunden- nach drei Stunden.

Morgen kommt das Ergenis auf den Prüfstand- ich werd dann hoffentlich mal Ergebnisse zeigen können.

Wen es interessiert -von Jean Gimpel gibt es gleich zwei sehr schöne Bücher zum Thema "Sie bauten eine Kathedrale" (dazu gibt es auch einen Trickfilm und "Die Kathedralenbauer". Außerdem gab es beim ZDF eine kleine Serie "Superbauten"- im ersten Teil ging es um den Kölner Dom, wirklich hochinteressant...und weil ich gerade dabei bin- interessant sind natürlich auch die Glasscheiben, bzw. deren Färbung- Roman gefällig? "Magier des Lichts" von Bernard Tirtiaux.

So, nur noch die fünfte Klasse, da geht es darum die ersten Druckversuche zu starten. Beginnen werden wir mit einem Drucklabor - verschiedene Farben, verschiedene Papiere und Materialien (eine unserer g r o ß e n Kisten). Im letzten Jahr hatten wir ein "Monster im Radieschenbeet".

Am allermeisten gehe ich gerne in die Schule!

 

Im Moment

hätte ich etwas Zeit und bin trotzdem unmotiviert. Dabei habe ich zwei wirklich nette Anleitungen vom twist collective *tz*

Immerhin habe ich es nach zwölfdreißig Mnaten geschafft, meine Sofakuscheldecke zu fotografieren- vermutlich weil hier heute so ca. 20 Grad waren. Am Main wimmelte es sofort und man kann hervorragend Leute gucken. Leider fehlt mir Jemand, der meine Kommentare ertragen muss, also habe ich gelesen Alexander Osang " Die Nachrichten"- dieses Buch war bisher an mir völlig vorbei gegangen.

Ich habe mich erwischt, wie ich innerlich zustimmend vor mich hin genickt habe, wenn er seinen Helden beschreiben lässt, wie er sich anpassen will und dafür den richtigen Wein, die richtige Wohnung und die richtigen Gäste auf seinem Weg von Berlin (Ost) nach Hamburg sorgt. Ich kann mich noch gut an die Stille erinnern, die mich schlagartig umgab, als ich erzählte, dass ich vier Jahre im Internat war- hinterher hat mir dann mal Jemand gesagt, dass dort wohl eher die Problemkinder geparkt würden. Hhm. War ich nicht. Bestimmt.

 

Genug Vorgeplänkel:

Die Decke aus dem wunderbar bunten Buch " Color by Kristin" von Kristin Nicholas. Gestrickt mit Soft Merino vom Wolle- Rödel. Die Farben sind völlig anders als im Buch und ein wenig habe ich mit meiner Farbauswahl gehadert, aber im großen und ganzen bin ich zufrieden. Es war ein reines Frankfurt- Projekt und hat mich knapp zwei Wochenenden gekostet. Sie ist natürlich schon schwer, wärmt mich aber sehr zuverlässig.

 

 

 

 

 

Es Strickt noch

aber momentan eher Kleinkram wie Hühner, Socken und irgendwelche Aufbewahrungsutensilien.

Meinen Besucher (Kontrollbesuch meines Papas)  hab ich gerade in den Zug gesetzt und nun werde ich noch die notwendigen Einkäufe tätigen und mich danach mit der Frage beschäftigen.

Was stricke ich in den Ferien?

Vielleicht werden es Abituraufgaben für die mündliche Prüfung. Fünf wackere Kämpfer aus meinem Grundkurs wollen es wagen.

Außerdem juckt es in den Fingern meine erste Lektion zu bearbeiten, denn ich habe vor mich weiterzubilden und mich in der Schule angemeldet. Ok, da bin ich sonst auch, aber das ist eine Spezialschule- ok da war ich auch (hach ist das lange her...)- eine Spezialspezialschule für Filzoberflächenbearbeitung.

http://corinna-nitschmann.blogspot.com/2010/01/cornits-filzzauberschule-der-online.html

Die erste Lektion himmle ich jetzt immer an und ich bin schon jetzt beim Schummeln- meine Ausrüstung ist n a t ü r l i c h in Thüringen, in der Schule (wie der halbe Haushalt) und so behelfe ich mich mit einem gestrickfilztem Dingsi, das gerade Waschmaschinenachterbahn fährt. Danach will ich ein paar reizende Sachen damit anstellen. Es soll eine Geldaufbewahrungstasche werden, weil wir hier

http://www.frankfurter-tafel.de/

wo, ich seit einiger Zeit mithelfe, irgendwann mal was Schönes zusammen unternehmen wollen.

Pffft

Ich hinke gnadenlos hinterher, aber das ist ja bekannt.

Also beginne ich auch gleich mal mit zurückliegenden Ereignissen, die aber dringender Aufarbeitung bedürfen.Vor etwas mehr als einem Jahr war der Göga zur Kur; nicht dass er irgendein Gebrechen hätte (außer mir oder mich? - es ist vor dem zweiten Kaffee!)

Wegen des Alters *kicher* Die haben irgendwelche entscheidenden Bauteile dort ausgetauscht, bin ich überzeugt von, hundertfünfzigprozentig.

Vorher hat er Badminton (ich sag ja Federball) gespielt, um hinterher die Schnitzelranch zu stürmen und gepaddelt, vermutlich wegen der dreckigen Witze.

Nun läuft er. Am Main. Anfangs jeden Morgen; jetzt nach Trainingsplan.

Einen Tag vor seinem 43. Geburtstag dann dies:

 http://www.fr-online.de/in_und_ausland/sport/triathlon_und_marathon/2422031_Halbmarathon-in-Frankfurt-Der-Uhr-entgegen.html

Nachdem ich dort mit meinem Sockenstrickzeug zwischen den anderen Angehörigen gesessen habe, war für mich klar: eine Halbmarathonteilnahme gegen zehn Stricktreffen.

Es war langweilig, ungemütlich und die Leute haben nicht miteinander geredet. Glücklicherweise hat er sich richtig gut geschlagen- 2 Stunden 4 Minuten und 44 Sekunden.